Zum Beispiel: Gefühle

Gleich, in was für einer schwierigen Situation Sie sich befinden, ist das was Ihnen zu schaffen macht sicherlich ein ganzer Berg negativer Emotionen. Sie fühlen sich schlecht.

Was passiert, wenn wir uns schlecht fühlen, etwa depressiv oder ängstlich sind? Wir wollen uns nicht schlecht fühlen. Wir haben Angst vor negativen Empfindungen, wir wollen sie nicht haben, sie sollen einfach weg. Deshalb versuchen wir, sie wegzuschieben, sie nicht zu fühlen oder zu betäuben oder wir reagieren automatisch darauf, manipulieren uns selbst und andere. Sie machen uns ganz blind, sorgen dafür, dass wir gar nicht mehr sehen, was die Situation erfordern würde und nicht tun, was wir eigentlich wichtig und richtig fänden.

Was passiert, wenn wir wütend sind? Wir schieben die Wut weg, wollen sie nicht, manipulieren, irgendwann platzen wir, reagieren blind („blind vor Wut“). Das ist dann manchmal das rettende Ventil, aber oft für sich selbst und die Umwelt schwierig, vor allem wenn es oft passiert. Außerdem übersehen wir, dass am Grunde der Wut meistens eine andere Emotion liegt wie Angst oder Traurigkeit. Oft wissen wir das gar nicht und wenn wir es fühlen, muss das wieder weg. So sammeln sich mehr und mehr Emotionen in uns an, die wir nicht wollen und die wir bekämpfen.

Was tun?

Gefühle können uns wichtige Informationen geben. Sie sind normale Teile unseres Menschseins. Sie machen uns lebendig und gehören dazu. Sie können aber auch ins Ungleichgewicht geraten und unser Leben bestimmen. Wir können lernen, Ihre Gefühle einzuordnen, unterscheiden lernen, was wichtig ist und welcher Teil unnötig und hinderlich ist. Wir können lernen Gefühle anzunehmen, sie zu sehen als das was sie sind: normale menschliche Empfindungen. Und alles das was wir daraus machen und was zu Leiden führt, anders zu handhaben. Wir können lernen mit unseren Gefühlen entspannt zu werden und dabei unser Leben so zu gestalten, wie wir das möchten. 

Emotionen sind dazu da, gefühlt zu werden, uns ihre Botschaft zu übermitteln und sich dann zu bewegen, eine Weile zu bleiben, zu verändern oder aufzulösen – ganz von selbst und in ihrer eigenen Zeit. Traurigkeit, Angst, Ärger sind nicht unsere Feinde, unsere Einstellung zu Ihnen ist es.

Emotionen, die sich festgefahren haben, können aber wieder ins Fließen kommen. Sie können lernen, sie als hilfreich zu akzeptieren, sie  zu fühlen und sich ihnen zu öffnen, so lange sie da sein wollen. Sie können lernen, mit Gefühlen, die da sind nicht mehr zu kämpfen. Der Kampf dagegen ist das was so anstrengt und aus einem normalen Gefühl eine unerträgliche Belastung macht. Diese Fähigkeiten kann man erlernen. Man kann lernen, eine andere Beziehung zu seiner eigenen Gefühlswelt aufbauen. Das ist heilsam und trägt Schritt für Schritt den angestauten Berg an übergroßen, angestauten Emotionen ab. 

Im Grunde können Sie diese Arbeit allein tun. Wünschen Sie sich jedoch jemanden, der mit Ihnen ist, wenn sie sich beängstigenden Emotionen ausgesetzt fühlen,  jemanden der Ihnen hilft, überhaupt zu sehen, sich bewusst zu werden, was zu tun ist, um in Kontakt mit ihrem unversehrten Kern zu kommen? Möchten Sie Hilfe, die ersten Schritte zu tun, Ihren bedrückenden Empfindungen ins Auge zu blicken und das auch durchzuhalten, wenn es große Angst macht? Ich helfe Ihnen gerne.